Eine hanseatische Sparkassengründung - Gründung und Anfangsjahre der Sparkasse Bremen, 1825-1840
Ende 1825 nahm die Sparkasse Bremen ihren Geschäftsbetrieb auf, nachdem knapp 100 Personen aus dem Wirtschaftsbürgertum der Hansestadt dafür das notwendige Kapital bereitgestellt hatten. Diese sollte nach dem Willen ihrer Gründer für die ärmeren Bevölkerungsschichten die Möglichkeit eröffnen, Gelder beiseitezulegen und ein Guthaben anzusparen.
Während sich die Sparkassen in den anderen deutschen Einzelstaaten zu einem großen Teil in der Trägerschaft einer Kommune oder eines Kreises befanden, blieb in Bremen eine Vereinigung von Anteilseignern, die Actionisten, der Träger des neuen Sparinstituts. Damit wurde die Grundlage dafür geschaffen, dass diese sehr früh das Aktivgeschäft, das heißt die Gewährung von Krediten und den Wechselhandel betreiben konnte, was für eine Sparkasse in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ungewöhnlich war.
Der Vortrag nimmt die einzelnen Schritte hin zur Gründung der Sparkasse in Bremen in den Blick und untersucht ihr Geschäftsmodell und ihre corporate governance. Dabei wird bewusst die Vergleichsperspektive gewählt, um die Spezifika der Bremer Sparkasse herauszuarbeiten.
Zum Schluss wird gefragt, ob sich diese hanseatische Sparkassengründung als erfolgreicher erwies als die Errichtung ähnlicher Sparinstitute in den anderen deutschen Einzelstaaten.