Dienstag | 14.04.2026 | 19:00 Uhr
Dr. Frank Schmidt, Bremen

Museum für eine Malerin. Historie, Genese und Zukunft des Paula Modersohn-Becker Museums in Bremen

HdW, Olbers-Saal
Zusammen mit dem Paula Modersohn-Becker Museum

Das erste Museum weltweit für eine Malerin steht in Bremen. Vor 100 Jahren wurde erstmals die bis heute umfangreichste Sammlung an Werken von Paula Modersohn-Becker präsentiert.
Welche Gründe bewogen den Sammler Ludwig Roselius zu seiner Sammeltätigkeit und dieser außergewöhnlichen Museumsgründung? Mit der Untersuchung der Rolle Bernhard Hoetgers, als Freund und Förderer der Künstlerin, als Architekt des ihr gewidmeten Gebäudes sowie Freund von Roselius, wird ein beispielloses Geflecht an Beziehungen, Abhängigkeiten und gemeinsamen Interessen aufgefächert. Der Vortrag untersucht historische, gesellschaftliche und auch ökonomische Aspekte. Die Bewertung des Museums während des NS-Regimes, sein Wiederaufbau sowie die wechselnden Besitzerverhältnisse unterstreichen die fortdauernden Bemühungen, ein Museum für Paula Modersohn-Becker in Bremen zu etablieren, zu erhalten und weiterzubetreiben. Ein Ausblick wird zeigen, dass die Entwicklung angesichts der wachsenden internationalen Popularität der Künstlerin noch nicht abgeschlossen ist.

Abbildung zeigt Dr. Frank Schmidt

Dr. Frank Schmidt war nach dem Studium der Kunstgeschichte, Klassischen Archäologie und Anglistik in Gießen und München Kurator am Museum für Konkrete Kunst in Ingolstadt sowie am Museum Frieder Burda in Baden-Baden. Er leitete das Ausstellungsmanagement am Museum Kunstpalast in Düsseldorf und war als wissenschaftlicher Direktor an die Kunsthalle Emden. Seit 2016 leitet Frank Schmidt die Museen Böttcherstraße in Bremen und realisierte dort unter anderem die Ausstellungen »Emil Nolde trifft Paula Modersohn-Becker« (2016/
2017), »Schlaf. Eine produktive Zeitverschwendung« (2017/2018), »Ich bin Ich. Paula Modersohn-Becker. Die Selbstbildnisse« (2019/2020), »Berührend. Annäherung an ein wesentliches Bedürfnis« (2020/2021) oder »Camille Claudel & Bernhard Hoetger. Emanzipation von Rodin« (2025). Seit 2020 ist Schmidt zudem Geschäftsführer der neu gegründeten Museen Böttcherstraße Stiftungs-GmbH. Das Spektrum seiner musealen und publizistischen Tätigkeit reicht von der Kunst des ausgehenden 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart.