Dienstag | 28.04.2026 | 19:00 Uhr
Prof. Ulrich Riller, Hamburg

Auswirkungen großer Meteoriteneinschläge auf das Erdsystem

HdW, Olbers-Saal
Zusammen mit der Universität Bremen und der Olbers-Gesellschaft

Meteoriteneinschläge sind andauernde, fundamentale geologische Kurzzeitprozesse unseres Sonnensystems. Auf der Erde können sie globale geologische Folgen für die Umwelt nach sich ziehen, die für den Menschen nicht nur advers sind. Am Beispiel der drei größten Einschlagskrater der Erde, Chicxulub (Mexiko), Sudbury (Kanada) und Vredefort (Südafrika) sowie neuesten Laborexperimenten werden Mechanismen der Kraterbildung und deren Bedeutung für den Menschen illustriert. Ausgehend von der Lösung des Paradoxons wie Gestein während der weniger als zehn Minuten dauernden Kraterbildung über viele Kilometer weit fließt, werden neueste Erkenntnisse über die Langzeitentwicklung von Einschlagskratern vorgestellt. Diese bieten eine Erklärung für hydrologische Besonderheiten sowie die Anreicherung gigantischer Mengen an Edelmetallen im Bereich von großen Kratern.

Prof. Ulrich Riller (Ph.D.) studierte Geologie an der Universität Tübingen und promovierte an der University of Toronto (Kanada). Einer Professur für Impaktgeologie an der Humboldt-Universität zu Berlin folgte eine Professur in Earth Science an der McMaster University (Kanada). Seit 2012 lehrt er an der Universität Hamburg das Fach Strukturgeologie und forscht über die geologischen Auswirkungen großer Meteoriteneinschläge sowie über die Entstehung von Gebirgen.